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25.02.2026 Redaktion

Hausärzte stärker betroffen – Der unterschätzte Cyber-Risikofaktor 2026

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Hausärzte stärker betroffen – Der unterschätzte Cyber-Risikofaktor 2026

Hausärzte stärker betroffen – Der unterschätzte Cyber-Risikofaktor 2026

2026 trifft Ransomware mehr Hausarztpraxen als Kliniken. Der Grund: Sie sind leichte Beute mit hohen Konsequenzen.

Die bittere Realität 2026

  • ~47 % aller gemeldeten Ransomware-Fälle im ambulanten Bereich
  • Durchschnittliches Lösegeld: 180.000–450.000 € (oft die Existenz)
  • 78 % der betroffenen Praxen zahlen – meist alles
  • Durchschnittliche Wiederherstellungszeit: 19–34 Tage

Warum Hausärzte besonders gefährdet sind

Minimaler IT-Schutz

  • Kaum EDR, kein SIEM, selten MFA
  • Ein oder zwei Personen verwalten die komplette IT
  • Windows 10/11 ohne aktuelles Patch-Level
  • Praxissoftware oft auf veralteten Servern

Hohe Abhängigkeit & Druck

  • Terminchaos schon nach 2 Tagen Ausfall
  • ePA-Zugriff, KV-SafeNet, Telematik → neue Angriffsflächen
  • Patienten wechseln schnell zur Nachbarpraxis
  • Keine bezahlte Ausfallversicherung gegen Cyber

Typischer Angriffsweg

  1. Phishing-Mail an MFA, Rezept- oder Terminpostfach
  2. Gestohlenes Benutzerkonto → Zugriff auf Praxisserver
  3. Exfiltration der Patientendaten + Verschlüsselung
  4. Drohung mit Veröffentlichung sensibler Diagnosen

Die fünf Sofortmaßnahmen für Hausärzte

  • MFA an allen Zugängen (auch KV-Connect & ePA)
  • 3-2-1-1-0-Backup – mindestens ein offline/immutable Exemplar
  • Endpoint Detection & Response (EDR) – auch für kleine Praxen bezahlbar
  • Monatliche Phishing-Tests mit der MFA
  • Externe IT-Firma mit Cyber-Notfallvertrag

Fazit

Hausarztpraxen sind 2026 kein Nebenkriegsschauplatz mehr – sie sind Hauptopfer.

Wer „das passiert doch nur den Großen“ denkt, riskiert die eigene Praxis und die Versorgung ganzer Stadtteile.

Kurzfassung: MFA + sauberes Backup + EDR oder im Worst Case: Praxisschließung.


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